Hier listen wir ein paar Haltungsbedingungen für Axolotl auf. Diese unterscheiden sich von anderen Tieren aus der Aquaristik sehr stark.

Aquarium

Da die Becken aus Sicherheitsgründen (versehentliches Herausspringen) nur bis ca. 8 cm unter den Rand gefüllt werden sollten, und man für Kies, Glas, Dekoration, usw locker 20% Wasservolumen abziehen kann, empfehlen wir ein Aquarium von mindestens einer Größe von 80 x 35 x 40cm (für 1 bis 3 Tiere). Dazu gibt es aber auch eine Tabelle auf Grundlage der Empfehlung der DGHT. Wir empfehlen dieses Set für einen Start mit einem Axolotl-Pärchen.

Der Standort sollte auf jeden Fall so gewählt werden, dass kein Tageslicht direkt in das Becken einfällt. Helles Licht mögen die Axolotl nicht und im Sommer kann es schnell mit den Temperaturen und Algen problematisch werden. Ideal für einen Axolotl-Becken ist immer ein kalter Keller. In einem schattigen Gartenteich können die Tiere aber auch problemlos bei höheren Außentemperaturen in Deutschland gehalten werden. Allerdings muss der Teich so beschaffen sein, dass man die Tiere im Spätsommer problemlos wieder einfangen kann. Zu flache Teiche sollte man nicht nutzen, da sie sich stark aufheizen können und der Nachbarkatze eine nette Mahlzeit bietet.

Wasserwerte

Insbesondere reagieren Axolotl auf viele „Pflegemittel“, Dünger oder höhere Wassertemperaturen sehr empfindlich, oder tragen sogar ernste Schäden davon. In den meisten Foren und Gruppen wird aber teilweise maßlos übertrieben, weshalb wir mit diesem Beitrag einen übersichtlichen Eindruck verschaffen möchten.

  • Wassertemperatur: 10° – 21°
    (für einen kurzen Zeitraum sind bis zu 23° möglich)
  • pH-Wert: 6 – 8
  • Wasserhärte: min. 6GH
  • Nitrit: 0mg/l
    (Evakuierung der Tiere ab 0,5mg/l )
  • Nitrat: bis 25mg/l
  • Wasserzusätze: keine

Bodengrund

Als Bodengrund kommt Sand oder Kies bis 3mm in Frage. Unabhängig davon welchen Bodengrund man verwendet, sollte man regelmäßig den Bodengrund mit einem Mulmsauger reinigen, oder zumindest mit der Hand ab und zu mal den Sand kräftig durchwühlen. Damit vermeidet ihr die starke Mulmbildung die schnell zu Pilzinfektionen bei den Axolotln führen kann. Wichtig beim Einkauf sind also folgende Dinge:

  • Durchmesser maximal 3mm
  • keine scharfen Kanten
  • naturbelassen (keinen gefärbten Sand kaufen)

Wer einen optisch ansprechenden Bodengrund möchte, sollte sich mal den Axogravel von Aquaterratec anschauen. Dieser ist optimal für Axolotl und es gibt ihn in verschiedenen Farben. Wir persönlich nutzen aber in unserem großen Becken den Aquariumsand von SaMore (25 kg für 15 Euro).

Dekoration

Wichtig für jedes Axolotl-Becken sind ausreichend Höhlen für die Bewohner. Vermeiden sollten man beim Material alle Dinge, die Stoffe ins Wasser abgeben könnten. Einige behaupten, dass auch Holz schädlich sein kann, da spalten sich aber die Meinungen enorm und wirkliche Beweise dafür scheint es nicht zu geben. Kratzt und riecht man dran, dann kann man das jeweilige Teil meistens schon sehr gut einschätzen.

Bei der Bepflanzung ist grundsätzlich alles erlaubt, was das kalte Wasser, die eventuelle dunkle Umgebung (die Axolotl mögen nicht so gerne Licht) und die zerstörerischen Axolotl übersteht. Hierzu zählen Wasserpest, Haarnixe, Hornblatt, Bergpalme, … und natürlich dürfen es auch ganz viele Moosbälle sein, die sich um die Mikroorganismen kümmern.

Wir haben neuerdings auch eine Efeutute (Zimmerpflanze) im Becken liegen (gut gereinigt). Man kann diese auch sehr schön ans Becken hängen und ins das Becken hinein wuchern lassen. Die Axolotl lieben es darin zu spielen und legen gern ihre Eier dort ab.

Wir fassen also auch hier die wichtigsten Punkte für den Einkauf noch einmal zusammen:

  • keine scharfen Kanten
  • keine Weichmacher, Farbstoffe, …
  • groß genug für die Axolotl
  • ausreichende Anzahl für die Menge an Tieren

Haben wir etwas vergessen? Dann hinterlasse uns deine Frage in den Kommentaren und wir erweitern diesen Beitrag für alle Besucher.

Share this page to Telegram